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Im
Kloster Wat Pa Luangta Bua, im Zentrum
Thailands, Provinz Kanchanaburi, leben
asiatische Tiger Seite an Seite mit
buddhistischen Mönchen.
Das
Mönchskloster wurde in 1994 gebaut. Der
Name des Mönchsklosters wurde von
Luangta Maha Bua Yanasampanno, dem
berühmten Meditation-Guru, gegeben. Die
Ziele des Mönchsklosters sind,
Buddhismus zu verbreiten und Wälder und
Tierwelt zu erhalten sowie gegenwärtig
das Projekt vom Bau einer " Neuen Heimat
für Die Tiger ".
Im
Kloster leben neben ausgewachsenen Tigern,
die teilweise schon als Babys zu den
Mönchen gebracht und von ihnen
aufgezogen wurden, auch Jungtiere, die im
Tempel geboren wurden. Außerdem gibt es
auch viele Schweine, Hirsche, Pfauen,
Hühner, Pferde und Wasserbueffel
u.a.
Die
Tiger-Insel wird für Erhaltung der Tiger
dienen und für das Studieren ihres
Verhaltens.
Die
Tage sind lang und arbeitsreich: Morgens um
fünf Uhr verlassen die Mönche den
Tempel, um bei den Nachbarn um Almosen zu
bitten. Noch vor dem Frühstück, der
einzigen Mahlzeit am Tag, werden die
Tiergehege gesäubert und die Tiger
gefüttert. Während sich die
Buddhisten im Waldkloster rein vegetarisch
ernähren, ist der so genannte
Tiger-Tempel wohl Weltmeister im
Fleischverbrauch, gut 60 Kilo pro
Tag
Nachmittags
um halb vier dann werden die Tiger, alle
zwischen drei und fünf Jahre alt und
mehrere Zentner schwer, an die Leine gelegt
und ins nahe gelegene Tal geführt:
Freilauf für die Raubkatzen und für
die Mönche sind das Momente
höchster Konzentration. Nur mit Worten
und geistiger Autorität halten sie die
Tiere in Schach. "Man darf ihnen nie den
Rücken zukehren", sagen die Mönche
aus Erfahrung. "Ein Tiger bleibt ein Tiger,
auch wenn er einem aus der Hand frisst. Er
ist immer ein wildes Tier."
Der
wöchentliche Waschgang lässt das
fast vergessen. Wie Hauskatzen lassen sich
die Tiger einseifen und genießen es,
von den Mönchen gebürstet zu
werden. Die Buddhisten aus Luang verehren den
Tiger als heiligstes aller Tiere. Denn der
Tiger lebt normalerweise dort, wo ihr
großer Lehrer Buddha seine Erleuchtung
empfangen hat, im Dschungel.
"Außerdem", erklärt ein Abt,
"symbolisiert der Tiger Angst, deshalb
bekämpfen ihn die Menschen
normalerweise. Wir aber leben mit ihm
zusammen und überwinden so die Angst.
Das lässt andere Menschen in den Glauben
vertrauen".
Das
Kloster Wat Pa Luangta Bua ist von der
Regierung anerkanntes Tigerschutzzentrum -
und nicht zuletzt eine
Touristenattraktion.
Jeden
Tag zwischen 14:00 und 17:00 Uhr kann man den
Tempel besuchen (Eintritt 200 THB/ Stand:
2005) und sich mit den Tigern fotografieren
lassen.
Bei
meinen Informationstouren durch Thailand
konnte ich *) im Mai 2005 und Mai 2006 diese
Attraktion selbst erleben.
Die
Tiger werden dafür in eine Schlucht
geführt, wo sie die meiste Zeit faul
dösen und das Fotografieren brav
über sich ergehen lassen. Damit alles
glatt geht, wacht der Abt des Klosters selbst
über die Szene. Aber man hat doch
irgendwie ein leicht mulmiges Gefuehl, wenn
man die Kätzchen hier ohne Leine
herumliegen sieht. Einmal erhebt sich einer
und brüllt ordentlich, der Abt, der
neben ihm steht, zuckt nicht mal mit der
Wimper, uns Besuchern stellt es mal kurz die
Nackenhaare auf und alle gehen gleich einen
Schritt zurück.
*)
Ralf Hammer, Reise-Hammer e.K.
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